Full text: Baltische Studien (Jg. 15, Heft 1/2, 1853/54)

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IX. 
Nachrichte u. 
1. Die Königliche Regierung zu Stralsund hat unter dem 
W. April 1854. im Amtsblatt, Stück 19. eine Aufforderung an die 
Landeseinwohner ergehen laßen in Betreff der Schonung und Er¬ 
haltung der bei uns noch vorhandenen Denkmäler der Vorzeit, an 
Hünengräbern, Steinkreiscn, Opfersteinen, Denksteinen, und Burg¬ 
wällen, und auch sämnitlichen Königlichen Beamten eine ausführliche 
Instruction darüber erthcilt, worauf sie zur Erreichung jenes Zweckes 
ihre Aufmerksamkeit zu richten haben. Wir erkennen diese Verfügung 
der Königlichen Regierung mit dem lebhaftesten Danke an, und hegen 
die Hoffnung, daß unsre Mitbürger den Werth derselben zu würdigen 
wißen werden, inveni sie nachdrücklich dahin wirken, daß nicht wegen 
Befriedigung augenblicklicher Neugier, oder wegen Gewinnung einiger 
Steine, oder eines Fleckchens Landes, ein uraltes Grab der Vorzeit 
aufgewühlt und für immer vernichtet w'erde. Denn es kommt jetzt 
darauf an, uns nur noch die letzten Reste dieser ehemals bei uns 
zahlreichen Denkmäler zu schützen, welche bald durch muthwillige 
Neugier, bald durch stumpfsinnige Habsucht, einer fortwährenden 
Verwüstung unterliegen, die freilich, wenn sie in der bisherigen Weise 
fortdauert, sehr bald von selbst ihr Ende darin finden wird, daß 
nichts mehr zu verwüsten übrig ist. 
Sehr zu empfehlen ist es, daß die bei uns noch vorhandenen 
Hünengräber, Steinkrcise und Opscrsteine, in der Weise wie dies in 
andren Gegenden Deutschlands geschieht, in ihrer nächsten Umgebung 
als eingefriedigte Orte etwaö ausgezeichnet und hervorgehoben werden,
	        

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