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Universitätsbibliothek Greifswald 
Das Erlebnis der Rettung des Freundes Kummer assoziierte Caspar David Friedrich fortan mit 
den Kreidefelsen von Stubbenkammer, wahrscheinlich auch (um) 1818, als er die »Kreidefelsen von 
Rügen«, gerade jene »Pfeiler« malte, die dem Freunde zur Versuchung und fast zum Verhängnis ge 
worden waren 24 . In diesem Sinne kann auch an H. Ehbrechts These angeknüpft werden. Nicht die 
eigene Gefährdung, wie H. Ehbrecht meint, sondern die dramatische Rettung seines Reisegefährten 
Kummer stand Friedrich vor Augen und ist heute bei der Deutung des Bildes in angemessener Weise 
als ein Teil des Entstehungshintergrundes zu beachten. 
24 Die anstehenden Pfeiler sind bis zum Beginn dieses Jahrhunderts durch Erosion völlig abgetragen worden. 
Da die Wissower Klinken, zwei andere Kreidespitzen an der Steilküste zwischen Saßnitz und Stubbenkam 
mer, noch vorhanden sind, werden Friedrichs Felsen irrtümlicherweise mit diesen identifiziert. - Der Fel 
sen nördlich des Königstuhles wird seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch »Feuerregenfelsen« genannt, 
weil von dort brennende Reisigbündel zum Ufer hinabgestoßen wurden. Dieses Schauspiel wurde von 
mehreren Bäderschiffen aus beobachtet, die vor Stubbenkammer ankerten. 
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