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Full text: Enthaltend die urkundlichen Beilagen (2)

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ssro. 139. »o. 1571. iul. 20. gegeben auf Wolgast; deutsch. Herzog Ernst Ludewig 
giebt eine Ordenung für die Universität, über die Wahl des Rectors, die Zahl der Professoren in 
jeder Facnltät, die Fächer über welche sie lesen sollen, die Befugnisse der Decane, unerlaubte Mis- 
handlung der Studenten rurch die Stadlwache, Zügelung unordentlichen Lebens der Studenten, rechtes 
Verhalten rer im eollkßio Iseultntis »rtinin wohnenden Studenten, und die vom >1ee»ini8 lÄcnI- 
tntis iU'tinw über die Ökonomie oder den gemeinen Tisch zu führende Aufsicht. Das Original steht 
in einem Actenbuche res Universitätsaränves, und ist abgedruckt bei Dähnert Bd. 2. S. 826 — 835. 
Gesterdings Beitrag S. 196. erwähnt den Entwurf einer Vereinbarung zwischen der Universität unv 
rem Stadtrathe. welcher vielleicht durch jene Ordenung Ernst Ludwigs veranlaßt wäre. 
Kro. 140. »o. 1571. octodr. 17. geben auf der Locknitz; deutsch. Joachim von der 
Schulenburgk, Reycharts seligen Sohn, auf Locknitz, Lubbenau, Penkun, erbseßen, schenkt der Uni¬ 
versität 500 Gulden, die er bei Jakob Müller zu Stettin stehen hat, zum Behufe der Öconomie 
oder Speisung der Studenten, und bedingt sich und seinen Erben dafür das Recht, rem Rector zu 
gedachtem gemeinen Tische jederzeit zwei arme Stürmten zu präsentiren. Das Original ist im 
Universitärsarchive. 
Aro. 141. so. 1575. novemdr. 19. actum Grhpswaldt. Dinnies Schwafe, zu Smatzin 
erbseßen, verschreibt der Universität 150 Gulden, die er von der Universität empfangen und zu seinem Nutz 
gekehret hat, und mit neun Gulren jährlich verzinsen wird. Das Original ist im Universitätsarchive. 
wro. 142. so. 1578. sprll. 20. gegeben auf Wolgast. Herzog Ernst Ludewig giebt der 
Universität einen Visitationsreces, welcher vorschreibt, daß die Professoren in kseultstidns nicht 
wegen ihrer Praris ihre Lcctionen benachtheiligen dürfen, die muthwilligen Gesellen unter den Stu¬ 
denten bei den Köpfen genommen werden sollen, im Collegio und in der Regentie rechte Ordnung 
gehalten werve, und der Nachstand in den Registern des Procuratoris mit Ernst von den Schulde- 
nern einzulreiben sei. Das Original steht in einem Actenbuche des Universitätsarchives, und ist ab- 
gerruckl in Dähnerts Pommerschen Landesurkunden Bd. 2. S. 835 — 839. 
biro. 143. so. 1578. ins. 25. geben in alten Stettin. Jacob Müller, Rathsverwandter 
zu Alten Stettin, giebt der Universität eine Verschreibung auf die 500 Gulden, welche Joachim von 
der Schulenburgk in unsrer nro. 138. schenkte. Das Original ist im Universitätsarchive. 
biro. 144. so. 1579. msi. 5. actum Wolgast. Herzog Ernst Ludwig verordnet wegen 
rer Immunität, daß nicht allein die Häuscr, so von Alters zu der Universität gelegen, allerSleuren 
unv Unpflicht frei sein sollen, inmaßen sie dan s lowpore lumlstioiijs allezeit gewesen, sondern wan 
auch proke88ore8 Häuser in der Stadt haben und dieselben bewohnen, daß die gleicher Freiheit und 
Immunität sich sollen zu erfreuen und zu gebrauchen haben, sofern sie sonsten kein Haus von rer 
Universität hätten; auch die Wittwen rer Professoren sollen solche Freiheit genießen. Das Original 
ist im Universitätsarchivr. und abgedruckt in Dähnerts Pommerschen Landesurkunden Th. 8. S. 448. 
klro. 145. so. 1583. uovewdr. 11. gegeben zu Wolgast. Herzog ErnstLudwig entscheidet 
wegen des Dorfes Heilgeisthof rahin, daß Las Gericht darin und die Auflaßung und Ablaßung 
der Bauern dem Greisswalder Heiligengeistspital verbleiben sollen, dieses aber 300 Gulden an die 
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