211 IX. Nachrichte u. 1. Die Königliche Regierung zu Stralsund hat unter dem W. April 1854. im Amtsblatt, Stück 19. eine Aufforderung an die Landeseinwohner ergehen laßen in Betreff der Schonung und Er¬ haltung der bei uns noch vorhandenen Denkmäler der Vorzeit, an Hünengräbern, Steinkreiscn, Opfersteinen, Denksteinen, und Burg¬ wällen, und auch sämnitlichen Königlichen Beamten eine ausführliche Instruction darüber erthcilt, worauf sie zur Erreichung jenes Zweckes ihre Aufmerksamkeit zu richten haben. Wir erkennen diese Verfügung der Königlichen Regierung mit dem lebhaftesten Danke an, und hegen die Hoffnung, daß unsre Mitbürger den Werth derselben zu würdigen wißen werden, inveni sie nachdrücklich dahin wirken, daß nicht wegen Befriedigung augenblicklicher Neugier, oder wegen Gewinnung einiger Steine, oder eines Fleckchens Landes, ein uraltes Grab der Vorzeit aufgewühlt und für immer vernichtet w'erde. Denn es kommt jetzt darauf an, uns nur noch die letzten Reste dieser ehemals bei uns zahlreichen Denkmäler zu schützen, welche bald durch muthwillige Neugier, bald durch stumpfsinnige Habsucht, einer fortwährenden Verwüstung unterliegen, die freilich, wenn sie in der bisherigen Weise fortdauert, sehr bald von selbst ihr Ende darin finden wird, daß nichts mehr zu verwüsten übrig ist. Sehr zu empfehlen ist es, daß die bei uns noch vorhandenen Hünengräber, Steinkrcise und Opscrsteine, in der Weise wie dies in andren Gegenden Deutschlands geschieht, in ihrer nächsten Umgebung als eingefriedigte Orte etwaö ausgezeichnet und hervorgehoben werden,