213 durch seinen Umsang und seine Gestaltung auszeichnct. Das Ufer dort ist hoch, und der Blick von demselben überschauet die ganze Seebucht Tromperwyk. Die Umpflanzung des Grabes mit einer Dornhecke, welche der Königliche Fiscus mit geringen Kosten aus- führen könnte, würde diesem uralten Denkmale in der sonst baum¬ losen Gegend schönen Schmuck und Sicherung gewähren. Bei Altenkirchen auf Wittow, am Wege von Altenkirchen nach Brege, liegt aufPfarrgrund ein kleineres Hünengrab, Capellenbrink genannt, mit Steinen eingefaßt, auf welchem einige alte baumähnliche Dornbüsche stehen. Wir empfehlen es der Obhut des Herrn Su¬ perintendenten Schubert, damit der Pflug es nicht immer weiter benage. Das Hünengrab Dubberwort, ein runder Hügel, bei Sagard auf Jasmund, hatte früher einen viel größeren Umfang, weil später immer mehr von den Rändern abgepflügt worden ist. Eine um dasselbe gepflanzte Dornhccke würde es vor dem allmäligcn Verschwin¬ den sichern. Die Burgwälle zu Arkona und Garz sind Zeugen der ältesten beglaubigten Geschichte Rügens; beide werden schon im Jahre 1108 von dem Dänischen Geschichtsschreiber Saro Grammaticus er¬ wähnt, welcher in jenem Jahre selbst auf Rügen anwesend war, bei dem Feldzüge, in welchem König Waldemar 2. die Insel eroberte; in den Burgwällen bei Arkona und bei Garz hatten die damaligen Bewohner Rügens sich vertheidigt. Die Königliche Regierung zu Stralsund ersuchen wir angelegentlich, fortdauernd darüber wachen zu laßen, daß diese Denkmäler unsrer ältesten Geschichte nicht ferner durch Beackerung und Lehmgraben beschädigt werden. Der innere Raum dieser Burgwälle, welcher ohnehin nicht groß ist, müßte nicht ferner zu Ackerfeld benutzt, sondern frei und rein liegen bleiben, nur mit dem Rasenteppig überzogen. Ein wenig mehr geschützt sind die in Waldungen liegenden Hü¬ nengräber, und für deren Erhaltung können besonders die Forstbe¬ amten thätig sehn. Wir erinnern in dieser Beziehung nur an die beiden schönen, zur ältesten Gattung der Gräber gehörenden, Stein-