— 112 und Schweden die päbstliche Türkensteuer eingesammelt hatte. Als nun MarinuS im März 1480 in sein Ea- mincr Bisthum kam, hatte er dort viel zu kämpfen mit einem ihm feindseligen Theile des Caminer Capitels und mit dem Postulatus Ludwig von Eberstein. Im März des Jahres 1481 war Marinus zu Greifswald, und ward daselbst am Tage Gregorii d. i. am zwölften März auf Sanct Marien Kirchhofe von einem Haufen rasenden Bolkes, unter welchem auch Clerikcr sich befanden, überfallen und gesteinigt; einem seiner Begleiter ward der Bauch aufgeschlitzt; altes Album der Universität sol. 48. verso. Die Lehrer der Universität nahmen sich des bedrängten Bischofes an, und retteten ihn. Er begab sich nach Colberg, und ertheilte von dort aus am 18ten April den Greifswalder Canonikern, zum Danke für den von ihnen empfangenen Beistand, die oben- stehende Bestätigung. Hiernach ist Bartholds Vermuthung, diese Urkunde sey vor dem Angriffe aus Marinus gegeben, zu berichtigen; Geschichte Pommerns Th. 4. Bd. 1. S. 433 Der Ausdruck tsuri pinxiio« als Be¬ zeichnung der Verfolger ist ein biblischer, und aus Psalm 22. vers. 13. entlehnt. Im Herbste des Jahres 1481 begab sich Marin,,S nach Nom, um den Proces wider seine Gegner zu betreiben, und starb daselbst am siebenten Juli 1482 in Sorgen und Noch: Barthold a. a. O. S. 438. Kro. 74. rio. 1482. Instrunientum dar»,nie Er Warner Stainer ^vielleicht Stenwer) eine prellende in suntc lsticlaus kercken funvcrcl, mit rvj mark beringe funderet van sinen redestc» giideren, und in demselven Instrumente rij mark van stlinden an darte vorsrdcnt, nemblick iüj mark in wnstenhagen van Vrlsekcn, in Sancebnr Sjvcrtzman twe mark »iid viijj schilling, in Lasscntin Citke Teslaf rrv schilling, Hermen Curnitze iiij mark, »»de de andere» iiij mark to kspende vor l mark van sine» rcdesten gndern. Diese Angabe steht in dem bei unsrer nro. 71. erwähnten alten Verzeichnisse fol 2. recto; die Urkunde selbst ist nicht mehr vorhanden. Da die darin erwähnte Stiftung eine Präbende genannt wird, so scheint sie für einen Canonikcr und Universitätslehrer bestimmt zu feyn. Die Aufzeichnung in dem alten Verzeichnisse ist schwer zu lesen, und die Namen Stamer, Sancebur, Sivertzma», sind daher unsicher. ssro. 75. no. 1483. nprü. 7. in opisto Oripesnslstellsi; lateinisch. Der NotariuS Pu- blicus Johann Mordorp bezeugt, daß in curig preiiosilnre 0ripe8VsIil6N8i8 die Herren Magister Ic>l>kmoe8 psrledercli, lexum stoetor, pr6po8itii8. Lr»8wii8 Volrml. stecretornw Iieelltistii8, 8ctio- Is8ticu8, K!eoIilU8 vetleloiv, 8gcre tlieologio prof683or, tlsntor, >VoIt6ru8 Uovener, tlecreloruw ilcentikitll8, äscodU8 llnmp, «lecretorum, et KIbertu8 Tii>ljngIiU8en lexum, lieentiati, als Ver- lreter des Domcapitels bei Sanct Nicolai, sich vereinigen mit den Erben des Johann Luchtcinaker, weiland Stralsundischen Bürgers, dahin, daß bei der Luchtemakerschen Vicarie in Sanct Nicolai zu Greifswald das zu.? i>re8entÄNtIl den Luchtemakerschen Erbe» zustehen soll, aber dem Domcapitel daS M8 politioni8 oder oominsnili. Angehefiet ist die Bestätigung durch den derzeitigen Administrator des Caminischen Stiftes, Drolicus Westval, vom sechsten August desselben Jahres, versehen mit dem Di- cariatSsiegel, wie auf unsrer Tafel 4. nro. 17. Beide Urkunden sind im Greifswalder Stadtarchive. kiro. 7 6. so. 1484. isnusr. 28. in vpiüo 8nllili8; lateinisch. Der Notarius publicuS Johann Mordorp bezeugt, daß der Magister Obern ii>ii8 koonessrven, legum soelor sc ecclesie collexiste 8Svct! bücolsi 6ripe8vsi«len8i8 csll0llieu8, verkauft hat an eilf namentlich angeführte Vicare bei Sanct Nicolai ilomum 8nsm retro turriw snteiliete eccle8ie collexiste 0rlpe8nsl- <1ell8i8, tllter üownin in n»m8 illr>bu8 orilissrii et «lownm Kiderl! Smvcl pre8diterl 8itsm, für