— 129 - einer veeonowin oder Speisung ariner Studenten jährlich zwei Last Roggeninehl und zwei Last Gerste aus dem Kloster Hilda. Die Unioerfitäi soll vier Curatores haben, einen angesehenen und weisen Ritter, einen l.'r>MiEU8 prseeipnus aus den Fürstlichen Ämtern, den Fürstlichen esoeellnrius rwlse, und einen Greifswalvcr Rathmann. Die Schenkungsurkunde hierüber ward ao. tSSO. lateinisch auf¬ gesetzt, und ist in Dähnerts Pomincrschen Landcsurkunden Bd. 2. S. 812. 813. abgedruckl. Sic steht im alten Univerfitätsdiplomatare S. 490—493. in die folgende Nummer eingerückt. kiro. 129. so. 1563. lebrusr.25. «Istm» 6r)p8vsI«Iii; lateinisch. Johann Friedrich, Bogislav, Ernst Ludwig, Barnim und Casimir, Gebrüder, Herzoge zu Pommern, theilen die in der vorhergehenden Nummer enthaltene Schenkungsurkunde ihres Vaters Philipp wörtlich mit, bestäti¬ gen der Universität nicht nur dieselbe in allen Stücken, sondern auch die Hebungen an Geld und Getraide aus den Dörfern Wampen, Letzen, Hennekcnhagen, Hinrichshagen und Crützmannshagen, so daß die jährliche Einnahme der Universität nun über 1500 Gulden betrage ; die von Herzog Philipp bewilligten tausend Gulden sollen aus dem Kloster Nienkamp gezahlt werden. Die Urkunde steht im alten UniversitätSdiplomatare S. 487 —498. und ist abgedruckt bei Dähnert Bd. 2. S. 810—815. biro. 130. so. 1563. spril. 2. datum Wolgast; deutsch. Herzog Johann Friedrich und seine vier Brüder befehlen ihrem Amtmann und Rentmeister zum Kloster Camp, Joachim von Jas- mundt und Hiervnimus Bunsvw, alljährlich Eintausend Gulden in zwei Terminen an die Universität zu zahlen. Das Original ist im Universitätsarchive. Kro. 131. so. 1563. spril. 3. datum Wolgast; deutsch. Herzog Johann Friedrich und seine vier Brüder befehlen ihrem Landvogt und Rentmeister auf Rügen, Georg von Platen und Jo¬ hann Gottschalch, hinfort die jährliche Pension aus den Kirchen Oldenkerke, Wieke, Sagardt, Gingest, Patzig, Poseritz, Gartze, Schwantegor d. i. Swantow, Casnevitz, so wie aus denen die etwa noch damit belegt werden möchten, an die Universität zu zahlen. Das Original ist im Universttäts- archive. Die Universität bezieht diese Hebungen aus einer Anzahl Rügischer Pfarren noch jetzt unter dem Namen des Rügianischen Canon; Gadebusch Schwedisch-Pommersche Staatskunde Th. 2. S. 159. Schwartz in der Pommerschen Lehnhistorie S. 781. bemerkt, daß auch aus Pommerschen Pfarren dergleichen Zahlungen an den Patron geleistet wurden; siehe oben S. 114. Grümbkes Dar¬ stellung der Insel Rügen Th. 2. S. 142. sagt, daß der von Herzog Philipp 1. der Universität ge¬ schenkte Rügianische Canon die Pension war, welche ehemals die Rügischen Pfarren an den Bischof von Roskild zahlten, und davon zu unterscheiden ist das Ablagergeld, welches siebzehn Rügische Pfarren gleichfalls noch jetzt an die Königliche Casse zahlen, als alten Ersatz für Bewirthung des reisenden Landesherrn. Vergleiche die Schrift: Der Bischossroggen auf Rügen; von Julius von Bohlen ; Stralsund 1850. S. 5. 16. 8ro. 132. so. 1563. uovewdr. 28. gegeben zu Spantkow; deutsch. Ulrich von Schwerin, zu Spantkow erbseßen, übergiebt der Universität 500 Gulden, damit die Zinsen davon zur -Öconomie oder Speisung armer Studenten fließen, wogegen er sich und seinen Lchnserben das Recht ausbedingt, der Universität zwei arme Studenten zum Genuße der Speisung zu präsentiren- DaS Original ist im Universilätsarchive, und abgcdruckt in Dähnerts Pommerschen Landesurkunden Bd. 2. S. 816. In Folge dessen haben die Schwerine noch jetzt das Recht, eine Stelle am Univer- sitätsfreitische zu vergeben. 17