— 136 — Ilro. 165. -w. 1627. kwx. 31. datum Wolgast. Herzog Bogislav 14. befichlt dem Grrifs- walder Rathe bei zweitausend Thaler Strafe, dem UniversitätSsecretar Michael Knut die ihm abge¬ forderten Pfänder sofort zurückzugeben, und die Immunität der Universität unangetastet zu laßen. Steht in Balthasars Nachricht von den academischen Gebäuden S. 78. Ao. 1627. novemb. 20. rückt das Kaiserliche Kriegsvolk unter dem Obersten Wratislaus von Pernstein in Greifswald ein, und hält die Stadt darauf vierte¬ halb Jahre hindurch besetzt ; siehe Baltische Studien Bd. 15. Heft 1. S. 113. 114. Die Uni¬ versität setzte gleichwohl während dieser Zeit ihre Thätigkeit fort, und es wurden Jnscriptionen und Promotionen vollzogen. Auch feierte die theologische Facultät am 25sten Juni 1630 die vor hundert Jahren geschehene Überreichung der Augsburgischen Confession. klro. 166. so. 1627. lleeembr. 17. Ekkard von Usedom, Präsident des Pommerschen Hofgerichtes zu Wolgast, vermacht der Universität in seinem Testamente 3000 Gulden zur Unterstützung dreier junger Gesellen zum Studiren, die vornämlich aus Verwandten des Stifters, gewissen ihm befreundeten Familien, anderen von Adel und ehrlicher Leute Kindern aus Rügen, und Söhnen der Professoren, genommen werden sollen. Daraus entstand das noch bestehende Usevo mische Sti¬ pendium. Eine Erneuerung des Vermächtnisses erfolgte ao. 1644. Des Stifters Wiltwe, Judith von Paselich, fügte ao. 1647. noch 500 Gulden hinzu. Das Testament von 1627 ist in Abschrift bei den Acten dieses Stipendii im Universitätsarchive. Siehe Gesterdings Pommersches MuseunnBd. 1. S. 320. Gadebusch Schwedisch-Pommersche Staatskunde Th. 2. S. 130. Gesterdings zweite Fort¬ setzung des Beitrages zur Geschichte Greifswalds S. 159—162. klro. 167. so. 1628. iun. 28. datum Eldena. Herzog Vogislav 14. befiehlt dem Greiss- walder Rathe bei tausend Thaler Strafe, keine Einquartierung in die Häuser der Professoren zu legen, und die eingelegte sofort abzuschaffen. Balthasars Nachricht von den Academischen Gebäuden S. 78. blro. 168. so. 1628. suxiwt. 11. Der Kaiserliche Feldmarschal Hans Georg von Arnim erläßt zu Greifswald einen scharfen Befehl an die gesammtc Kaiserliche Soldatesca zu Roß und Fuß, daß das am Markt gelegene Haus des UniversitätSsecretar Christopher Ribow mit keiner Einquartierung zu belegen, und in keiner Weise zu belästigen sei, weil alle Angehörige der Universität unter Kaiserlicher Sslvs xusrllis ständen; wer dawider handle, der werde an Leib und Leben gestraft werden. Die Verordnung ist im hiesigen Stadtarchive; Baltische Studien Bd. 16. Heft 1. S. 169. >'ro. 169. so. 1629. msrt. 9. datum Stolp. Herzog Bogislav 14. befiehlt dem Ereiss- waldcr Rathe bei tausend Thaler Strafe, dem alten Consistorialsecretar Ribow die Pfänder zurück¬ zugeben, welche ihm wegen Zahlung der Bürgercontribution abgenommen worden, und aller Verletzung der Immunität der Universitätsangehörigen sich gänzlich zu enthalten Balthasars Nachricht S. 80. Dähnert Pommersche Landesurkunren Bd. 2. S. 844. ssro. 170. so. 1629. oetodr. 15. actum Greifswald. Henrich Krakcvitz und Varthold Krakevitz, Vorpommerscher Generalsuperintendent, verkaufen den Kitzhof vor Greifswald für neun¬ hundert Thaler an Henrich Pretzmann, Greifswalder Rathmann. Sie sagen, daß der Kitzhof: „leider durch diese in unserm geliebten Vaterlande entstandene Unruhe gentzlich mit ruiniret und verwüstet,