— 143 - Königin Christina vm ProfessorkN 200 Thaler Bksoldung zugesagt ; aber die meisten erhielten nur 50 Thaler. Das Amt Eldena werde mit Steuern, Einquartierung und Holzlieferung hart beschweret, obivohl es steuerfrei sehn sollte. Die Particuln der Dotation, welche den Gläubigern in die Hände »erstattet worden, trügen mehr ein als die Gläubiger an Zinsen zu fordern hätten; daher müße von diesen Zinsen auch der Universität etwas zukommen. Man bitte, daß die der Bibliothek versproche¬ nen hundert Thaler wirklich gezahlt würden. Der aus den Königlichen Licente» versprochene Zuschuß für die Cvmmunität sey nicht erfolgt, und man bitte deshalb um ein andres 8ub8l«Iillw. Da das Dikasterium nach Wolgast versetzt, und das Probsteienhaus niedergerißen worden, so könnten auf dem Platze desselben ein kortns meüicns eingerichtet, und einige Wohnungen für Professoren erbauet werden. Steht in einem Actenbuche des Universitätsarchives. Aro. 192. rw. 1670. »ovemdr. 7. gegeben zu Stokholm. Königin HedewigEleonora ertheilt Bescheid aus die vom Professor JakobHenning überbrachte Borstellung. Sie bedauert, daß daS von ihr zur Verbeßerung der Universität bereits früher angeordnete nicht zur Ausführung gebracht worden. Es soll fortan jeder Professor wirklich 200 Thaler Besoldung haben, und wenn das Einkommen aus dem Amte Eldena dazu nicht hinreicht, so soll das fehlende aus den Präbenden der S. Marien Stifts¬ kirche zu Stettin genommen werden, soweit dieselben den dortigen Kirchen und dem Pädagogio noch nicht beigelegt worden. Zur Einlösung der verpfändeten Pertincntien des Amtes Eldena soll das erforderliche Geld aus dem Landkasten gegeben, oder durch eine von den Lanrständcn zu bewilligende Anlage beschaffet werden. Das Amt Eldena soll von Contribution frei bleiben; würde gleichwohl das Land eine Contribution darauf legen, so will die Königin sich die auf Eldena fallende Quote als bezahlt anrechnen laßen. Die hundert Thaler für die Bibliothek und der Zuschuß für die Com- munität sollen aus den Stettiner Präbenden gegeben werden. Abgedruckt in Dähnerts Pvmmerschen Landesurkunden Bd. 2.-S. 892—895. Gleichzeitig erließ die Königin das Schreiben an die Pommer- schen Landstände, welches diese auffordert, durch eine Anlage die vom Amte Eldena abgekommenen Par- ticuln für die Universität einzulösen; ebendaselbst S. 897. ssro. 193. no.1673. «leeewdr. 20. geschehen in Wolgast. Die Königliche Regierung schließt einen Bergleich zwischen den Landständen und der Universität in Bezug auf die auf das Amt Eldena fallenden Contributionen. Die Landstände versprechen, der Universität die Summe von 5000 Thalcrn als llonnm xratnitom auözuzahlen; dagegen entsagt die Universität allem An¬ sprüche ans Befreiung des Amtes Eldena von Contribution. Steht bei Dähnert Bd. 2. S. 899. und ebendaselbst S. 902. die von König Carl 11. gegebene Bestätigung dieses Vergleiches vom 20sten Mai 1674. Ao. 1674. im December läßt Carl 11. wegen seines Bündnisses mit Frankreich den Ge¬ neral Wrangel in die Mark einrücken; Rühs Geschichte Schwedens in der Hallischen Allgemeinen Weltgeschichte Th. 66. S. 102. Die Brandenburger und Dänen dringen im October 1675 in Schwe- dischpommern ein, und Churfürst Friedrich Wilhelm erobert Wolgast am 9ten November 1675 und Demmin am 12ten October 1676; Rühs S. 106. 107. Stolle Geschichte Demmins S. 724. klro. 194. so. 1676. nuvewdr. 8. geschehen zu Stralsund. Die Königliche Regierung schließt einen Vergleich zwischen der Universität und der Stadt Greifswald betreffend die Immu¬ nität der Universität. Beziehen die Universitätsglieder Aussteuer oder Erbschaft aus der Stadt, so